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24. Spieltag Vogtlandliga, 26.05.2018

 

1. FC Wacker Plauen - FC Werda

4:3 (3:2)

 


Wacker: Gebhardt, Reyer/V, Pippig, Zeuner/V, Degelmann, Schwenke (90. Wagner), Wendt, Lutz, Fischer, Kunath (49. Winkler), Schneider M. (62. Becker)

Werda: Frank, Eckstein, Franke, Ludwig, Zapyshniy/V, Fassel, Kalan, Viertel, Strobel J., Hermann, Rittrich

Tore: 1:0 Kunath (21.), 1:1 Fassel (27.), 2:1 Schwenke (32.), 2:2 Rittrich (39.), 3:2 Kunath (45+2.), 4:2 Winkler (66.), 4:3 Rittrich (86.)

Schiedsrichter: Sven Joram (Eichigt)

Zuschauer: 135


In einem nervenaufreibenden Vogtlandliga-Spiel behielt Wacker Plauen auf dem heimischen Gerhard-Bertram-Sportplatz mit 4:3 die Oberhand gegen Werda und klettert damit in der Tabelle auf den drittletzten Tabellenplatz. Die Gäste hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, aber das Chancenplus war auf Seiten der Ostvorstädter.

Der mit dem ehemaligen Wacker-Spielertrainer Andriy Zapyshnyi und Vorjahres-Torschützenkönig Tomas Kalan antretende Fünftplatzierte nahm früh das Zepter in die Hand, kam aber selten – mit Ausnahme zweier Freistöße – in gefährliche Torabschlusspositionen. Wacker legte nach gut zehn Minuten den Respekt vor dem spielerisch starken Gegner ab und setzte nun eigene Akzente in der Offensive. 21 Minuten waren gespielt, als Niklas Kunath nach einem maßgenauen Schwenke-Pass in die Tiefe den Werdaer Torhüter umkurvte und zum 1:0 einschob. Beide Mannschaften legten nun jedwede Zurückhaltung beiseite. Sechs Minuten nach dem Führungstreffer glich Karel Fassel aus, als ein schnell ausgeführter Freistoß beim rechten Mittelfeldakteur Philipp Viertel landete und der tschechische Stürmer dessen Hereingabe zunächst mit dem Rücken zum Tor annahm sowie anschließend aus der Drehung vollendete. Die Ostvorstädter zeigten sich unbeeindruckt. In der 32. Minute brachte Marvin Schwenke seine Mannschaft erneut in Führung, nachdem er eine Kopfballverlängerung von Markus Schneider, Johannes Wendt hatte zuvor geflankt, unbedrängt verwerten konnte. Wiederum dauerte es jedoch nur wenige Minuten, ehe Werda egalisieren konnte – dieses Mal köpfte Ruven Rittrich eine Hermann-Flanke am langen Pfosten in die Maschen. Kurz zuvor parierte Johannes Frank stark gegen Nils Fischer. Die torreiche erste Halbzeit beendete der 19-jährige Niklas Kunath, welcher erneut steil geschickt wurde und abermals kühlen Kopf bewahrte, mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag.

Die Gäste kamen erneut druckvoll aus der Kabine und drängten direkt nach Wiederanpfiff auf den Ausgleich, doch der Wacker-Defensivverbund um den sicheren Rückhalt Kevin Gebhardt verhinderte in dieser Phase den dritten Ausgleichstreffer. Auf der Gegenseite verpasste Markus Schneider nach toller Ballverarbeitung auf engstem Raum das 4:2, nachdem der für den angeschlagenen Kunath eingewechselte Felix Winkler scharf geflankt hatte. Wenig später musste auch Schneider nach einem Kopfballduell verletzungsbedingt vom Platz, sodass Wacker nun insgesamt weniger Torgefahr ausstrahlte, über den schnellen Felix Winkler aber immer wieder Nadelstiche setzten konnte. Auch im zweiten Durchgang dauerte es 21 Minuten, bis die meisten der 135 Zuschauer zur einsetzenden Tormusik jubelten. Plauen konterte schnell, Felix Winkler schlenzte – 4:2. Der Vorjahres-Vierte gab sich allerdings zu keiner Zeit geschlagen und setzte alles daran, die torgefährlichste Offensive der Liga in Szene zu setzen. Spätestens an der Strafraumgrenze war jedoch zumeist Endstation, Kevin Gebhardt musste selten eingreifen und war, wenn es doch einmal so weit kommen sollte, stets zur Stelle. Die ganze Dramatik des Spiels zeigte sich in der 86. Minute: Felix Winkler erarbeitete sich eine hochkarätige Chance zur 5:2-Vorentscheidung, wurde aber im letzten Moment – das leere Tor vor Augen – von Werda-Libero Immanuel Ludwig stark vom Ball getrennt. Im direkten Gegenzug erzielte Ruven Rittrich sein 13. Saisontor. Für den spannungsgeladenen Höhepunkt sorgte Schiedsrichter Sven Joram, der eine verunglückte Rettungsaktion als Rückpass wertete und Werda einen indirekten Freistoß von der Fünf-Meter-Linie zusprach. Dieser konnte (aus Sicht der Hausherren glücklicherweise) geblockt werden, sodass die Ostvorstädter mit ein wenig Glück und ganz viel Herz drei Punkte gegen den favorisierten Kontrahenten einfahren konnten.

In der nun anstehenden Pokalfinalpause bestreiten die Wackeraner am kommenden Sonntag ein Freundschaftsspiel in Schwarzenbach/Saale anlässlich der dortigen 90-Jahr-Feier. Anschließend werden in Rodewisch und gegen Auerbach II die letzten Vogtlandliga-Punkte der laufenden Spielzeit vergeben – das Ziel Klassenerhalt ist zum Greifen nah, aber längst noch nicht sicher.

(Wacker Plauen)